Auswahl museumspädagogischer und Bildungsprojekte

Regelmäßige Projekttage zur jüdischen Kultur, Geschichte, Tradition und Religion im Museum Synagoge Gröbzig für Kinder aus Kita-Einrichtungen, für Schüler, Auszubildende und Studenten: Interaktion zum Shabbat – die Genesis im Judentum und Christentum; Einführung in jüdische Feste und Riten des Jahrkreises bzw. des Lebenszyklus in den Ausstellungen – Bezüge zur christlichen Religion (Interaktion: Backen von Hamantaschen, Basteln von Purimmasken); Einführung in die hebräische Schrift und die Thora (Interaktion: Schreiben des eigenen Vornamens in hebräischer Quadratschrift mit Feder, wie Thoraschreiber); Besuch des jüdischen Friedhofes – Einführung zum Thema Tod und Beerdigungsrituale (Interaktion: Frottagen von Grabsteinsymbolen), Recherchen zu Biographien jüdischer Persönlichkeiten der ehemaligen Kultusgemeinde Gröbzigs in den Ausstellungen und in den Stadtakten des Museumsarchivs und Vorstellung, Bau von Installationen oder Neugestaltung der Litfaßsäule für die abschließende Präsentation des Projekttages. Kooperationen mit Kindergärten, Schulen, Ausbildungsinstituten, Universitäten, Hochschulen, der Volkshochschule Köthen, Institut für Kultur und Weiterbildung Anhalt–Bitterfeld (IKW), Kinder- und Jugendgruppen sozialer Einrichtungen verschiedener Träger, wie der Caritas, der AWO (Kinder-, Jugend und Familienzentrum „Dornröschen“), der Volkssolidarität. Finanziert durch die Einrichtungen und aus Mitteln des Museum Synagoge Gröbzig.

Regelmäßige Lehrerweiterbildungen in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt zu jüdischer Kultur, Geschichte, Tradition und Religion für den Ethik-, Religions-, Geschichts-, Kunst-, Deutsch-, Musikunterricht und die naturwissenschaftlichen Fächer im Museum Synagoge Gröbzig für den Grundschul-, Gesamtschul-, Sekundarschul- und Gymnasialbereich.

Performance mit dem Titel „Der Mensch ist die Krone der Schöpfung“ in der Reihe „Theater im Museum“ nach Texten von Nelly Sachs und Ivan Goll – Workshop und Aufführungen in der Synagoge des Gröbziger Museums mit Akteuren des Living Theatres New York mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Sachsen-Anhalt als ein Ergebnis intensiver Auseinandersetzung mit den Darstellungsmethoden Judith Malinas und Julian Becks, den Begründern des Living Theatres. Gefördert durch Landesmittel.

Internationales Jugendprojekt „Jump up“ – Performance in der Reihe „Europas Jugend gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus – Theater im Museum“ nach Shakespeares Romeo und Julia in aktualisierter Interpretation mit musikalischen Beiträgen, Tanz, Rap, Breakdance, Projektionen und Graffiti-Kunst als Bühnenbilder von 30 Jugendlichen aus Polen, Großbritannien und Deutschland; dreiwöchiges Projekt mit Aufführungen in Gröbzig (Synagoge) und Köthen. Dokumentarfilm über die Entstehung des Projektes mit Interviews der Jugendlichen und Aufführungsmitschnitt der Premiere als Lehrmaterial für den Unterricht in Schulen (DVD). Gefördert durch kommunale, Landes- und Europamittel.

Internationales Jugendprojekt „Europas Jugend gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus – Theater im Museum“ HERZZEIT – eine szenische Collage nach dem Briefwechsel Ingeborg Bachmanns und Paul Celans mit Jugendlichen aus Sachsen-Anhalt und der Bukowina (Ukraine). Projektwochen, Aufführungen in Sachsen-Anhalt und in Czernowitz (Ukraine). Gefördert durch Landesmittel und Kulturfond der Sparkasse.

Projektwoche mit 30 Schülern: Einführung in jüdische Tradition und die Geschichte des Holocausts, Einstudierung und Aufführungen der Kinderoper „Brundibar“ des jüdsichen Komponisten Hans Krása (1938) mit Bezügen zur Aufführungspraxis in Theresienstadt in der Synagoge des Museums. Besuch einer Aufführung der Oper „Brundibar“ in der Oper Halle. Teilnehmer: kulturell benachteiligte Schüler der Sekundarschule Gröbzig des Schulzentrums „Johann Friedrich Walkhoff“, der Musikschule „Johann-Sebastian-Bach“ Köthen (Träger: Institut für Kultur und Weiterbildung Anhalt–Bitterfeld, IKW) und Kindern des evangelisches Kinder- und Jugendhilfezentrums „Arche“ der Jacobsgemeinde Köthen und dem Museum Synagoge Gröbzig. Gefördert durch den Verband Deutscher Musikschulen, Bonn, in der Ausschreibung „Bündnisse für Bildung – MusikLeben“.

Projektwoche mit 30 Schülern: Einführung in jüdische Tradition und Religion, Entwicklung, Einstudierung und Aufführungen eines szenisch-musikalischen Programms zu Festen und Riten im jüdischen Jahrkreis mit kulturell benachteiligten Schülern der Sekundarschule Gröbzig des Schulzentrums „Johann Friedrich Walkhoff“, der Musikschule „Johann-Sebastian-Bach“ Köthen (Träger: Institut für Kul- tur und Weiterbildung Anhalt–Bitterfeld, IKW) und Kindern des evangelisches Kinder- und Jugendhilfezentrums „Arche“ der Jacobsgemeinde Köthen und dem Museum Synagoge Gröbzig. Mehrere Aufführungen, u. a. in der Synagoge des Museums, während der Europawoche in Köthen, in der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ und der Seniorenresidenz Am Schloss in Köthen. Gefördert durch den Verband Deutscher Musikschulen, Bonn, in der Ausschreibung „Bündnisse für Bildung – MusikLeben“.

Kreativprojektwoche in den Bereichen Literatur, Musik und bildende Kunst: Workshop mit 30 Schülern der Sekundarschule Gröbzig des Schulzentrums „Johann Friedrich Walkhoff“, der Musikschule „Johann-Sebastian-Bach“ Köthen (Träger: Institut für Kultur und Weiterbildung Anhalt–Bitterfeld, IKW), des evangelisches Kinder- und Jugendhilfezentrums „Arche“ der Jacobsgemeinde Köthen und dem Museum Synagoge Gröbzig zu Leben und Werk der jüdischen Lyrikerin Selma Meerbaum Eisinger, die mit 18 Jahren im Konzentrationslager in Transnistrien starb: Interaktionen zur jüdischen Tradition, Einführung in Leben und Werk Selma Meerbaum Eisingers, Schreiben eigener Gedichte, vertonen der eigenen Gedichte und ausgewählter Lyrik Selmas als Rap – CD mit Tonaufnahmen, bildkünstlerische Arbeiten zu den eigenen Gedichten und der Lyrik Selmas etc.. Bau von Installationen mit den bildkünstlerischen und lyrischen Arbeiten der Schüler, Integration einzelner Tonaufnahmen in das anschließende Jugendprojekt „Sehnsuchtslieder Selma Meerbaum-Eisinger – Begegnungen“ als Ergebnis der Projektwoche. Gefördert durch den Verband Deutscher Musikschulen, Bonn, in der Ausschreibung „Bündnisse für Bildung – MusikLeben“.

Internationales Jugendprojekt „Sehnsuchtslieder Selma Meerbaum-Eisinger – Begegnungen“ in der Reihe „Europas Jugend gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus – Theater im Museum“, TanzTheater nach Gustav Mahlers „Kindertotenliedern“, den „Liedern und Gesängen aus der Jugendzeit“ und „Aus des Knaben Wunderhorn“ mit jugendlichen Teilnehmern aus Deutschland und der Ukraine, professionellen Tänzern der Oper Halle und international ausgewiesenen Musikern mit Aufführungen im Thalia Theater Halle anlässlich der Hallenser Jüdischen Kulturtage, in der Synagoge des Museums und im Gebietstheater der Bukowina in Czernowitz (Ukraine). Produktion einer DVD – Mitschnitt der Premiere als Unterrichtsmaterial für Schulen. Gesprächsrunden mit Schülern verschiedener Schulen und der Christlichen Akademie Halle nach den Vorstellungen. Gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und Lotto Toto Sachsen-Anhalt.

Projektwoche und TanzTheater „…streicht dunkler die Geigen“ Paul Celan, Rose Ausländer, Selma Meerbaum-Eisinger – Lyrik und Schicksal nach Kammermusik von Mieczyslaw Weinberg, Olivier Messiaen, Erwin Schulhoff, Alfred Schnittke, Don Jaffe, Ursula Mamlok, Bela Bartok und Dmitri Schostakowitsch in der Reihe „Europas Jugend gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus – Theater im Museum“. Deutschsprachige jüdische Lyrik in der Reflexion des Holocaust. Mit Aufführungen in der Synagoge des Gröbziger Museums und im Thalia Theater Halle anlässlich der Hallenser Jüdischen Kulturtage. Produktion einer DVD – Mitschnitt der Premiere als Unterrichtsmaterial für Schulen. Gesprächsrunden mit Schülern nach den Vorstellungen. Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und das Land Sachsen-Anhalt.

Schüler-Wettbewerb und Ausstellung: Die Jerusalemer Klagemauer. Wünsche für Gröbzig als eine weltoffene, tolerante Stadt ohne Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, inspiriert durch eine künstlerische Glasinstallation des bulgarischen Künstlers Todor Metodiev Goranov aus der Sammlung „Kunst im jüdischen Kontext“ des Museum Synagoge Gröbzig. Präsentation von Zeichnungen, Malerei- en und Collagen der Wettbewerbssieger in der Galerie des Museums, in enger Kooperation mit der Sekundarschule „J. F. Walkhoff“ Gröbzig. Finanziert aus Mitteln des Museum Synagoge Gröbzig.

Schüler-Wettbewerb und Ausstellung: Die Judenschule. Thomas Sandberg. Fotografie – Wettbewerbs- sieger „Traumschule – Schulvision“. In die Fotografieausstellung Sandbergs „Die Judenschule“ wurden künstlerische Arbeiten von Schülern – Zeichnungen, Malerin, Collagen und Objekte – der Sekundarschule „J. F. Walkhoff“ Gröbzig als Wettbewerbssieger integriert. Enge Kooperation mit der Sekundarschule Gröbzig auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages des Museum Synagoge Grabzig mit dem Schulzentrum „Johann Friedrich Walkhoff“. Präsentation in der Galerie des Museums. Finanziert aus Mitteln des Museum Synagoge Gröbzig.